Konzerte zum Jahresende
Prenzlauer Zeitung vom 05.11.2010
Ein echter musikalischer Jahresendspurt
Konzerte: Ein Blick in die Terminkalender von „Preußen“-Orchester und Konzertchor verheißt noch viele Konzerte bis zur und durch die Adventszeit.
Von Monika Strehlow
Prenzlau. Mit Riesenschritten eilt das Jahr 2010 dem Ende entgegen, überlässt in acht Wochen seinem Nachfolger das Feld. Musikalisch gesehen hat es noch Einiges zu bieten.
Auf dem Konzertprogramm des Preußischen Kammerorchesters zum Beispiel stehen zahlreiche Gastspiele in und außerhalb der Uckermark, bevor es gemeinsam mit dem Uckermärkischen Konzertchor Prenzlau zu den beliebten Weihnachtskonzerten am dritten Adventswochenende spielt. So sollten sich die Freunde der Kammermusik am bevorstehenden Sonntag, dem 7. November, den Auftakt der Reihe „Groschenkonzerte“ im Refektorium des Dominikanerklosters nicht entgehen lassen. Die kleine Kammermusikreihe der Uckermärkischen Kulturagentur erfreut sich beständiger Beliebtheit, weiß der geschäftsführende Direktor Jürgen Bischof „Das Refektorium hat nur 70 Plätze. In der vorigen Spielzeit war der Andrang bei drei Konzerten so groß, dass einige Besucher im Kreuzgang des Klosters saßen.“
Das gesamte Orchester ist wieder beim zweiten Anrechtskonzert Unterhaltung am 12. November im Plenarsaal der Kreisverwaltung zu erleben. Wiener Schmelz und Charme bringen aus der österreichischen Hauptstadt Dirigent Florian Krumpöck, kein Unbekannter mehr in Prenzlau, und die Solistin Sevana Salmasi unter dem Motto „In den Sternen, da steht es geschrieben…“ mit.
Zu Beginn der Adventszeit gastieren die „Preußen“ in Demmin und mehrfach in Berlin, werden am 4. Dezember im Potsdamer Nikolaisaal, einen Tag später zu einem Adventskonzert in der Konzertkirche Neubrandenburg musizieren; bei Letzterem gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Neubrandenburg und dem Uckermärkischen Konzertchor. Schon im Vorjahr hatten die Vier-Tore-Städter die Prenzlauer zur Neubrandenburger Konzertnacht eingeladen. Die besondere Atmosphäre ist ihnen noch gut in Erinnerung und so freuen sie sich auf das neue gemeinsame Konzert.
Für das Gastspiel der Wiener Sängerknaben, die am 4. Dezember in Prenzlau ein Gala-Konzert geben, haben sich Freunde des weltberühmten Kinderchores gewiss längst Karten gesichert. Die „Goldkehlen“ aus der Donaumetropole bringen natürlich Werke der Wiener Klassik mit, werden aber auch mit Advents- und Weihnachtsliedern unterhalten. Der Vorverkauf ist im vollen Gange, Interessenten sollten sich also schnell entschließen. Für den Vorstand der Sparkasse Uckermark sind die „Wiener“ so wichtig, dass er sich entschloss, in diesem Jahr das eigene traditionelle Weihnachtskonzert mit dem Preußischen Kammerorchester und dem Konzertchor für geladene Gäste auf den 18. Dezember zu verschieben.
Weihnachtlich geht es dann Schlag auf Schlag für die Musiker weiter. „Advent, Advent ein Lichtlein brennt…“ heißt es zum Auftakt der vierten ständigen Reihe der Kulturagentur „Das Andere Konzert“. Vor fünf Jahren in Kooperation mit der IG Frauen gestartet, spricht sie ein anderes als das klassische Konzertpublikum an. Bei unterhaltsamen Werken, kulinarischer Umrahmung und dem gemütlichen Ausklang des Abends finden diese zu Weihnachten, Valentins- und Frauentag sowie Ostern erfreuliche Resonanz. Im Advent ist die Nachfrage besonders groß, sodass die „Preußen“ zu bereits vier Konzerten am 7. und 17. Dezember aufspielen werden, geleitet von Konzertmeisterin Aiko Ogata und moderiert vom Entertainer Bert-Mario Temme.
Die von jährlich rund 2000 Konzertgängern lang erwarteten Weihnachtskonzerte des Konzertchores und der „Preußen“ gelten seit 1991 als musikalischer Höhepunkt in der Adventszeit. Als Dankeschön für die Treue der Besucher hat sich der Konzertchor-Verein zu einem Treuebonus beim Kartenverkauf entschlossen. Am 26. Dezember dann bestreitet Konzertmeisterin Aiko Ogata das 43. „Groschenkonzert“ im Rahmen der Weihnachtsmatinee des Dominikanerklosters. Sie verspricht mit den „Preußen“ eine stimmungsvolle Stunde zum Ausklang des Festes. Übrigens: In den Reigen der Weihnachtskonzerte gehören diesmal auch die zum Jahreswechsel mit dem Bachschen Weihnachtsoratorium. Der Meister hatte die Kantaten 4 bis 6 für diese Zeit komponiert. So erklingen sie am 2. Januar in der katholischen Kirche Prenzlau. Die „Geistliche Chormusik zum neuen Jahr“ bedeutet ein Wiedersehen mit Mitgliedern des Berliner Lehrerchores und Dirigent Thomas Henning, der das Konzert mit den Preußen und Mitgliedern des Konzertchores leiten wird.