Prenzlauer Zeitung vom 10.07.2026
Von Heiko Schulze
110 Sänger, 50 Musiker und zwei Orgeln in einem 14- Stunden-Marathon in St.Marien: Der Kantor spricht bereits von einer historischen Aufnahme aus Prenzlau.

Produktion der CD zur Hill-Orgel im Juli 2026: Der Chor sang sich während der insgesamt 14 Stunden dauernden Aufnahmen für eine besondere CD-Produktion ein. (Foto: Jürgen Bischof)
PRENZLAU – Die Einweihung der Hill-Orgel in der Prenzlauer Marienkirche war im Mai DAS Großereignis nicht nur für Musikfreunde. Davon soll es nun ein weiteres, bleibendes musikalisches Klang-Dokument für zu Hause geben. Drei Tage lang wurden die Werke des Orgel- Chor-Orchesterkonzertes, das Mitte Mai die Gäste zur Einweihung der Hill-Orgel begeisterte, noch einmal unter Studiobedingungen in St. Marien aufgenommen.
Unter dem Dirigat von Jürgen Bischof beteiligten sich circa 110 Choristen und 50 Orchestermusiker mit dem Preußischen Kammerorchester an dieser beeindruckenden Aufnahme. Beteiligt waren der Uckermärkische Konzertchor Prenzlau, die Kantorei Prenzlau und der Akademische Chor der Technischen Universität Szczecin (Stettin).
„In insgesamt fast 14 Stunden wurden die Messe solennelle (feierlich) von Louis Vierne, das ‚Nun danket alle Gott‘ in einer Bearbeitung von John Rutter, der Marsch Nr. 1 ‚Pomp and Circumstance‘ von Edward Elgar sowie die pompöse Fantasie und Fuge über den Choral ‚Ad nos, ad salutarem undam‘ aus der Oper ‚Der Prophet’ von Franz Liszt in einer Bearbeitung für großes Orchester und Orgel von Marcel Dupré in hervorragender Klangqualität aufgenommen“, erklärte hinterher Jürgen Bischof gegenüber dem Uckermark Kurier.
Zur Seite stand dabei den Musikern und Sängern das Berliner Tonstudioteam von Magnolia Classics. Die Auswahl der Werke trägt dem Kathedralraum von St. Marien und dem spätromantischen Klangbild der Hill-Orgel Rechnung. Bei der Aufnahme spielten Kreiskantor Hannes Ludwig auf der sogenannten Helge-Schneider-Orgel und der aus Birmingham stammende Prof. Henry Fairs auf der großen Hill-Orgel.

Produktion der CD zur Hill-Orgel im Juli 2026: Eindruck von den Konzertaufnahmen unter Studiobedingungen in der Prenzlauer Marienkirche. (Foto: Franz Roge)
„Denn nach den Glocken und dem Gewölbe hat St. Marien nun auch wieder eine fantastische innere Stimme“, sagte Jürgen Bischof. Die Aufnahme ist eine Produktion der Uckermärkischen Kulturagentur gGmbH. Tatkräftige Unterstützung gab es auch von der Kirchengemeinde und der geschäftsführenden Pfarrerin Sophie Ludwig.
Hannes Ludwig sprach bereits voller Begeisterung von einer historischen Aufnahme. Für das Stimm-Coaching bei den Aufnahmen konnte Jürgen Bischof übrigens Judith Engel vom Rundfunkchor Berlin gewinnen.
Ein Erscheinungstermin der CD-Produktion kann zum heutigen Zeitpunkt jedoch noch nicht genannt werden. Zunächst beginnt die Studioarbeit mit den Korrekturschnitten sowie die Erstellung des zweisprachigen Booklets.
