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Konzertchor probt für die Höhepunkte 2024 in der Uckermark

Prenzlauer Zeitung vom 01.03.2024

Von Heiko Schulze

Über 50 Mitglieder des Uckermärkischen Konzertchores Prenzlau erlebten ein intensives Probenwochenende. Über das Ergebnis können sich Musikfreunde schon bald freuen.

Probenwochenende des Uckermärkischen Konzertchores im Februar 2024 in Kröchlendorff (Foto: privat)

Probenwochenende des Uckermärkischen Konzertchores im Februar 2024 in Kröchlendorff (Foto: privat)

UCKERMARK – Zu einem verlängerten Probenwochenende trafen sich über 50 Mitglieder des Uckermärkischen Konzertchores Prenzlau zu intensiven Proben im Schloss Kröchlendorff. Geleitet wurden die Proben von Chorleiter Jürgen Bischof und von seinem Stellvertreter, Chorpräfekt Jakub Rabizo.

Vorbereitet wurden in der besonderen Studienatmosphäre des Schlosses Konzerthöhepunkte, auf die sich Musikliebhaber schon heute freuen können. Dazu gehören das traditionelle, bereits 29. Klostergartenkonzert „Musik zur Abendstunde“ am 7. Juni im Friedgarten des Prenzlauer Dominikanerklosters sowie am 8. Juni das Chor- und Instrumentalkonzert vor dem Schloss in Criewen. Begleitet wird der Chor in beiden Konzerten vom Preußischen Kammerorchester, kündigt Jürgen Bischof im Gespräch mit dem Uckermark Kurier an. Besonders die akustischen und atmosphärischen Möglichkeiten des Dominikanerklosters sollen wieder in die Programmgestaltung einbezogen werden. In beiden Konzerten wird der Chor Volks- und Scherzlieder sowie Chormusik aus Vergangenheit und Gegenwart präsentieren.

Im Oktober stehen dann zwei große chorsinfonische Konzerte auf dem Terminkalender der Sängerinnen und Sänger. Am 12. Oktober in der Kirche St. Nikolai in Prenzlau und am 13. Oktober in der Maria-Magdalenen-Kirche Templin. Unter dem Dirigat von Jürgen Bischof musizieren der Konzertchor und das Preußische Kammerorchester in großer sinfonischer Besetzung Werke aus Oper, Oratorium und Film. Auf dem Programm stehen unter anderem Ausschnitte aus dem Opern-Oratorium „Saul“ von Georg Friedrich Händel, aus der Komischen Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana, der Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi sowie Filmmusik von Ennio Morricone („Die Mission“), von Vangelis („1492 – Die Entdeckung Amerikas“), von Elton John („Der König der Löwen“), von Howard Shore („Der Herr der Ringe“) sowie von Adele und Paul Epworth („James Bond – Skyfall“).

„Für den Chor ist dieses Programm eine ganz besondere Herausforderung, da Oper und Filmmusik nicht zum ständigen Repertoire des Chores gehören“, so Jürgen Bischof. Aber auch durch neue Sängerinnen und Sänger, teilweise mit semiprofessioneller Qualität, wagt sich der Chor unter seiner Leitung an dieses außergewöhnliche Projekt. Vergleichbar mit dem Stabat Mater von Karl Jenkins, das 2023 große Resonanz gefunden hatte.

Frank Küchler aus Eberswalde singt seit fast einem Jahr als Bassist im Konzertchor mit. Er erhielt eine Gesangsausbildung, sang im semiprofessionellen Militärchor und später im Chor der Musikschule Eberswalde mit. Als ihm Uckermärker von der Qualität des Konzertchores unter Leitung von Jürgen Bischof berichtet hatten, fand er den Weg zu diesem Ensemble. Allwöchentlich fährt er von Eberswalde aus zu den Proben nach Prenzlau. So erlebte er jetzt begeistert sein erstes intensives Probenwochenende auf Schloss Kröchlendorff. Dazu schreibt er begeistert: „Ich danke dem Vorstand für die perfekte Organisation des Wochenendes und selbstverständlich der musikalischen Leitung, Herrn Jürgen Bischof, welcher in gewohnter Manier die Proben auf hohem Niveau durchführte, viel forderte, dabei jedoch mit Charme und Humor agierte und durch Herrn Jakub Rabizo tatkräftig in seiner anspruchsvollen Arbeit unterstützt wurde.“