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Weihnachtssingen als Alternative für Konzerterlebnis

Prenzlauer Zeitung vom 10.10.2020

Von Mathias Scherfling

Corona hat auch auf die Weihnachtszeit Auswirkungen. Traditionelle Konzerte können nicht wie gewohnt stattfinden. Trotzdem soll dem Publikum etwas geboten werden. Und vielleicht wird daraus auch eine Tradition. Die Idee hätte Potenzial.

Weihnachtskonzert (Foto: Franz Roge)

Prenzlau. Leider müssen die drei Weihnachtskonzerte, die traditionell mit jeweils rund 600 Gästen in der St. Nikolai-Kirche stattfinden, für dieses Jahr abgesagt werden. Diese schwere Entscheidung trafen Jürgen Bischof, der Chor und dessen Vorstand. Jürgen Bischof sagte, dass es unter den derzeitigen Abstandsregeln nicht möglich ist, die rund einhundert Mitwirkenden aus Chor und Orchester in der Kirche unterzubringen. „Ich möchte auch die Erwartungshaltung, die unsere Gäste an diese Konzerte haben, nicht enttäuschen“, so der musikalische Leiter.

Dennoch gibt es eine „kleine“ Entschädigung. Elke Rohsius, Vorstandsvorsitzende vom Uckermärkischen Konzertchor e.V., kam auf die Idee, ein gemeinsames Weihnachtssingen zu veranstalten. Damit ist sie an City-Managerin Susanne Ramm herangetreten, um dieses Weihnachtssingen zusammen mit der Stadt Prenzlau auf der Freilichtbühne im Seepark zu organisieren. Susanne Ramm, die von der Idee sofort angetan war, ist derzeit dabei das Event vorzubereiten. „Es soll ja eine wirklich weihnachtliche Veranstaltung werden und dazu brauchen wir Technik, Licht, Dekoration und auch einen Weihnachtsbaum“, so die City-Managerin.

Geplant ist das Weihnachtssingen für den Nachmittag des dritten Advent. Rund eine dreiviertel Stunde lang würden die Choristen gemeinsam mit dem Publikum Advents- und Weihnachtslieder singen. Unterstützung bekäme der Chor von einem Blechbläserensemble, das festliche Weihnachtsklänge zu Gehör bringt. Der Ortsverband Prenzlau des Technischen Hilfswerks hat sich bereit erklärt, für das leibliche Wohl zu sorgen. „Wir dürfen bei alledem aber nicht vergessen: Es gilt auch bei Open-Air-Veranstaltungen Regeln einzuhalten“, betont Susanne Ramm.

Rund 1000 kostenlose Karten sollen ausgegeben werden. Wann und wo die Ausgabe erfolgen soll, wird noch bekannt gegeben. „Denn wie gesagt: Noch ist nicht alles bis ins Detail geklärt“, sagt die City-Managerin.